Projekt WOHN:SINN lässt die Server heiß laufen

 
Wir haben Spaß an unserer Arbeit und zeigen Einsatzfreude, weil wir uns mit unseren Aufgaben identifizieren. So auch bei einem unserer aktuellsten Projekte: eine Online-Plattform für sogenannte inklusive WGs – Wohngemeinschaften, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben. Mit dem Opensource Programm Joomla haben wir eine interaktive Webseite gezaubert.
Im September letzten Jahres lernte Nadine, unsere Redakteurin, Tobias Polsfuß kurz Tobi auf dem InklusionsCamp in Hamburg kennen. Während der Veranstaltung stellte Tobi in einer Session seine inklusive WG vor und erzählte von der Idee, eine Online-Plattform zur Vernetzung solcher WGs zu schaffen.
 
Seine Idee: Inklusives Wohnen in Deutschland und darüber hinaus bekannt machen. Die Konzepte inklusiver WGs durch Austausch verbessern, neue Konzepte schaffen und systematisch Menschen dabei unterstützen, inklusive Wohngemeinschaften zu gründen.
 
Am Ende der Session fragte er daher gezielt nach Kontakten, die ihn unterstützen könnten. Nadine sprach ihn spontan an und erklärte kurz, dass wir von beta-web im Prinzip genau das machen. Webdesign nach individuellen Bedürfnissen!
 
„Tobi beim ausgelassenen Brainstormen im Blog-Workshop mit der inklusiven WG Bremen; copyright: Daniela Buchholz
 
Tobi beim ausgelassenen Brainstormen im Blog-Workshop mit der inklusiven WG Bremen; copyright: Daniela Buchholz
 
Tobi meldete sich dann per Mail mit dem groben Konzept, das er zu dem Zeitpunkt hatte und erste Gespräche folgten – vor allem mit Peter aus unserer Grafikabteilung. „Als die Idee in den Kinderschuhen steckte, kreisten so viele Fragen in meinem Kopf, weil ich wirklich kaum etwas von Webdesign verstehe. beta-web war ein wahrer Glücksgriff“, berichtet Tobi. Die Fragen konnte Peter ihm Schritt für Schritt beantworten und bereicherte dabei das Projekt mit Vorschlägen und Ideen. So spielte beispielsweise das Thema Barrierefreiheit bei der Umsetzung eine entscheidende Rolle. Peter baute unter anderem eine zusätzliche Funktion ein, die es auch Menschen mit einer Sehbehinderung ermöglicht, die Seite zu nutzen: „Wählt man die Funktion ‚Mit stärkeren Kontrasten anzeigen‘, verzichtet die Seite auf Transparenz und starke Bewegungen.“ 
 
Die Plattform – mittlerweile WOHN:SINN getauft – nahm Gestalt an. Tobi und sein Team lieferten den inhaltlichen Input und Peter den gestalterischen Anteil und das technische Know-how. Dabei wurde die Seite in drei Teile gegliedert: WOHN:BLOG, WOHN:INFO und WOHN:BÖRSE. 
 

Die WOHN:BÖRSE ist das Herzstück der Plattform. Hier können Interessierte nach freien WG-Plätzen, Freiwilligendiensten (FSJ) und Jobs in inklusiven WGs suchen sowie Zimmer und Stellen ausschreiben. Dafür steht ihnen eine interaktive Karte zur Verfügung. Hier findet man auch Verknüpfungen zu den Blogbeiträgen der einzelnen WGs sowie zu den Gesuchen.

Apropos Verknüpfung: Die Programmierung bedeutete den größten Aufwand bei der Konzeption der Webseite. „Der logische Aufbau kostete am Anfang sehr viel Zeit“, erklärt Peter. „Darüber hinaus müssen an den passenden Stellen sinnvolle Funktionen und Verknüpfungen gesetzt werden. Die Seite muss so aufgebaut sein, dass erstens jeder die Struktur versteht und zweitens auch andere, in dem Fall Tobi und sein Team, damit arbeiten können.“

Darüber hinaus achtete Peter besonders darauf, dass die Webseite auf allen mobilen Endgeräten, wie Smartphones oder Tablets, erreichbar ist. Denn das ist sein persönliches Steckenpferd. „Es gibt nichts Schlimmeres als eine Webseite, die nicht auf dem Handy lesbar ist“, pflegt er immer zu sagen. Und Recht hat er. So können die inklusiven WGs auch von unterwegs gefunden werden.

Auch das Logo stammt fast aus dem Hause beta-web. Unsere ehemalige Kollegin Carina hat es entworfen. Das lachende Haus repräsentiert die inklusiven WGs und die Sprechblase die Plattform www.wohnsinn.org. Es findet sich auch in der interaktiven Karte wieder und zeigt, wo genau sich inklusive WGs in Deutschland, aber auch in Österreich befinden.

Logo Wohnsinn

Am 15. Juni war es dann endlich soweit: wohnsinn.org ging online. Nach nur knapp einem Monat waren die ersten Reaktionen fantastisch, wie Tobi uns berichtet: „Zum einen scheinen wir mit der Idee einen Nerv getroffen zu haben. Viele fragen uns nach Konzepten, wollen über uns berichten oder schreiben uns begeisterte Nachrichten.“

Daher schien es nahe, dass Peter zeitnah den Wunsch nach einer Kommentarfunktion im WOHN:BLOG umsetzte. Der Zulauf war sogar so unerwartet groß, dass er die Kapazitäten des Servers ausweiten musste: „Die Zugriffsrate ist wirklich super. Viele nutzen die Kommentarfunktionen im Blog oder die Suchfunktion der WOHN:BÖRSE.“

Auch wir freuen uns mit und sind gespannt, wie sich wohnsinn.org entwickeln wird. Wir werden das Projekt auf jeden Fall weiterhin mit unserem Know-how unterstützen.

Melanie Günther

Melanie Günther

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